Fortsetzung Reisebericht 2017 (Seite 2)
In Oslo haben wir auf einem Parkplatz vor dem Wikingermuseum Daniel getroffen, einen früheren Freund von mir, Rochus, aus meiner Studenten-Zeit und vor meiner Bekehrung. Lange Jahre hatte ich mir gewünscht, diesem lieben Menschen das Evangelium einmal mitteilen zu dürfen, doch wusste ich nur noch dessen Vornamen und sein Studienfach. Nun wurden wir auf dem Parkplatz von einem älteren Ehepaar (Daniels Eltern, wie sich kurz darauf herausstellte) wegen unseres deutschen Autokennzeichens mit „Hallo Deutschland!“ angesprochen, und unmittelbar darauf erkannten Daniel und ich einander wieder! Es war eine unglaubliche Wiedersehensfreude! Daniel ist jetzt Oberarzt in einem Osloer Klinikum und hatte seinen Eltern, die ihn gerade für ein paar Tage besucht hatten, das Museum zeigen wollen. Wir wurden von Daniel anschließend in sein Haus eingeladen, verbrachten den Nachmittag mit dessen Großfamilie und sprachen stundenlang über den Glauben an Jesus. Marianne, Daniels Mutter erzählte Petra später, dass sie auf der Fahrt zum Museum noch gebetet hatte: ‚Jesus, du bist so weit weg, komm doch in mein Herz und sei ganz nahe bei mir!‘
Bei Geiranger entdeckten wir morgens bei unserem Übernachtungsplatz neben uns ein Wohnmobil mit niederländischem Kennzeichen. Durch die Weitergabe unseres Büchleins kamen wir mit Leida und Wim, dem älteren niederländischen Ehepaar, rasch ins Gespräch, und sie erzählten uns, dass sie vor etlichen Jahren ihren 29-jährigen Sohn Rudi verloren hatten, und sie erzählten auch von weiteren Schicksalsschlägen. Sie hatten sich auf diese Nordland-Reise gemacht, weil sie die Trauer nicht loswerden konnten, auch hatten sie sich als Ehepaar auseinandergelebt und sehnten sich nach einen Neuanfang in jeder Hinsicht. Leida hatte bis zu diesem Zeitpunkt jahrelang Gott jeden Morgen um ein Zeichen angefleht, weil sie durch die Schläge über Gott ins Zweifeln gekommen war. Wir trösteten sie, sprachen über Jesus und sein Erlösungswerk, auch über die Möglichkeit eines Neubeginns, schließlich durften wir für sie beide beten, und letztlich übergaben die beiden in einem Gebet ihr Leben Jesus. Sie empfanden die Begegnung mit uns als Antwort und als ein Zeichen von Gott, dass dies nun der ersehnte Neuanfang für sie sei.
In Alta haben wir Edel getroffen, eine gepflegte, sehr intelligente ältere Dame, die den 2. Weltkrieg als Kind miterlebt hat. Die Hälfte ihrer Verwandtschaft war gläubig, die andere Hälfte war kommunistisch orientiert, so auch ihr Vater und sie selbst. Ihr Vater war während der Zeit der Besetzung drei Jahre im KZ gewesen, sie selbst hatte sich später in der kommunistischen Partei engagiert, auch sei sie zweimal in Berlin während der DDR-Zeit zur Schulung gewesen. Und obwohl sie den Glauben völlig ablehnte, nahm sie das Büchlein dennoch an und bat uns sogar, ihr ein Bild von uns von Zuhause aus zuzusenden, was wir dann natürlich auch gerne getan haben.
In Russenes, 60 km südlich des Nordkaps, fragten uns in einem kleinen Shop/Tankstelle/Cafe Susanne und Peter, ein Ehepaar aus Norddeutschland, was uns denn so glücklich mache? (Auf unserem VW ist unsere Webseite ‚Glücklich-sind.de‘ angebracht.) Anschließend konnten wir mit den beiden ein langes Glaubensgespräch führen und viele Fragen beantworten. Susanne unterrichtet Mathematik und Physik an einer Walldorf-Schule, praktiziert Joga und glaubt an das Gute im Menschen. Doch Peter hatte vor langer Zeit eine Nacht lang mit einem Christen in einer Hütte im Wattenmeer bei Husum über den Glauben gesprochen, einem Wolfang S., wie er noch wusste. Und dieses Gespräch hatte ihn nicht mehr losgelassen, auch deshalb nicht, weil morgens eine Sturmflut einsetzte, und genau jene Hütte, in der er sich mit Wolfgang S. unterhalten hatte, unmittelbar an seinem Haus vorbeigeschwemmt worden war. Und nun erzählten wir ihm genau dasselbe wie jener Wolfgang S., und erschüttert stellte Peter Frage auf Frage, er hatte bereits Tränen in den Augen, bis Susanne plötzlich aufbrechen wollte. Wir gaben beiden unser Büchlein mit.
Bei Kirkenes, an der Grenze zu Russland, haben wir Øreon getroffen, einen Händler im einzigen Souvenirgeschäft dort, und rasch kamen wir mit ihm über den Glauben an Jesus ins Gespräch. Øreon wollte, wie er meinte, keine Grenzen und Regeln von irgendeinem Gott anerkennen und akzeptieren, doch hatte er uns zu Beginn klar und auch ein wenig sarkastisch die Regeln für den Grenzbereich hier zwischen Norwegen und Russland erklärt. Auf diesen Umstand konnten wir im Gespräch dann gut und quasi mit einem Augenzwinkern zurückgreifen bzw. darauf aufbauen, und Øreon wurde schlagartig weich und ansprechbar. Schließlich nahm er das Büchlein an, was er anfangs abgelehnt hatte.
Fortsetzung Seite 3?





























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