Eine Reise durch Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland:
Missionsreise 2017:




Am 25. Mai brachen wir zu unserer diesjährigen Missionsreise auf. Die Temperaturen waren hier in Deutschland angenehm, die Sonne schien, und so fuhren wir über Dänemark und Schweden bis nach Oslo in Norwegen. Mehr oder weniger im Uhrzeigersinn umrundeten wir dann in den folgenden drei Monaten die skandinavische Halbinsel, sodass wir an der Westküste Norwegens über Trondheim, Narvik, die Lofoten, Tromsø, Hammerfest und das Nordkap bis nach Kirkenes und Vardø an der Barentssee fuhren. Vardø liegt etwa auf demselben Längengrad wie St. Petersburg, Kiew, oder Istanbul, und so ist sie die östlichste Gemeinde Norwegens. Die Durchschnitts-Temperatur liegt hier ganzjährig unter 10 Grad. Zwei Jahrhunderte lang hatte es im äußersten Norden Norwegens eine gemeinsame Handelssprache mit Händlern aus Russland gegeben, das Russennorsk, viele Verbindungen bestehen noch heute, und so konnten wir dort Einheimische ebenso wie Menschen aus Russland (russische Händler und Schauspieler) in ihrer jeweiligen Muttersprache erreichen. Eine junge Frau hat uns erzählt, dass hier oben die meisten Menschen an die Natur glauben würden, und tatsächlich hatten wir bemerkt, dass insbesondere nördlich des Polarkreises auffallend viele Menschen Thorhammer und sonstige Amulette um den Hals trugen. Immer, wenn sich die Gelegenheit bot, hatten wir auch diesen Menschen unser Büchlein weitergereicht, und fast ausnahmslos war es von ihnen auch angenommen worden. Auch bei den Samen, den Ureinwohnern des Nordlandes, hat deren ursprüngliche Religion wieder an Beliebtheit gewonnen, und so lassen die Sami ihre Rentiere, wenn sie denn geschlachtet werden müssen, nach dem tödlichen Stich einige Minuten lang liegen, damit deren Seele auf dem Weg nach Sájvva, dem ‚Paradies der Samen‘, nicht verschreckt werde. Und so waren wir von Herzen dankbar, dass in Karasjok, der Hauptstadt der Samen in Norwegen, über Bitten und Verstehen eine Tür aufging: denn Jell, ein junger, hübscher Same und Mitarbeiter des Sameting (das Parlament der Sami), hatte unsere Schrift vierzehn Tage zuvor in einem völlig anderen Teil Norwegens in die Hände bekommen, und so hatte er schon Vertrauen zu der Schrift und versprach uns, da im September Neuwahlen stattfinden sollten, die Büchlein an alle bisherigen und zukünftigen Abgeordneten des Parlaments weiterzugeben, insgesamt also an über 80 Repräsentanten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir nahezu zwei Monate lang in Norwegen unterwegs gewesen und hatten gerade noch so viel Büchlein, um diese Repräsentanten allesamt zu erreichen sowie auch Menschen in der letzten norwegischen Stadt vor der finnischen Grenze, Kautokeino. Auch diese Stadt, die oft auch als Rentierhauptstadt bezeichnet wird, hat nahezu ausschließlich Einwohner samischen Ursprungs. Anschließend durchquerten wir Enontekiö, den nordwestlichsten Zipfel Finnlands, und fuhren zunächst durch Zentralschweden, um dann über Stockholm, Öland und Ystadt nach Dänemark zurückzukehren, und schließlich kamen wir am 14.09. wieder Zuhause an. In diesen insgesamt 112 Tagen legten wir knapp 16.000 km zurück und gaben während dieser Zeit mehr als 3.750 Büchlein aus: etwas mehr als 1.700 Büchlein der norwegischen Ausgabe, (mehr als die Hälfte davon nördlich des Polarkreises) über 800 schwedische, etwa 240 dänische sowie 90 finnische Büchlein - und ein wenig mehr als 500 Büchlein der deutschen Ausgabe, meist an Reisende in den Nordländern. Von den übrigen Sprachausgaben reichten wir etwa 400 Büchlein weiter, dazu noch etliche Bibeln. Während der Reise war es die meiste Zeit über zwar tendenziell kalt, doch hatten wir durch Gottes Gnade überwiegend gutes Wetter. Kurz vor Tromsø hatten wir Thomas und Claudia getroffen, ein deutsches Ehepaar, welches etwa dieselbe Reise wie wir unternommen hat, nur in entgegengesetzter Richtung. Und sie berichteten über dauerhaft schlechtes, regnerisches Wetter, und in den folgenden Wochen konnten wir auf ihrem Blog lesen, dass sich dies auch nach unserem Zusammentreffen weiter so verhielt, hingegen wir weiterhin meist Sonnenschein hatten. Die Geschwister zu Hause hatten auch explizit für gutes Wetter für uns gebetet. Übernachtet haben wir in unserem VW-Bus wie immer in Nebenstraßen, in der Nähe von Bauernhöfen oder in einsamen Dörfern, sodass wir insgesamt für die gesamte Reise nur etwa 20.- € an Übernachtungskosten aufwenden mussten. Daneben haben wir viel Bewahrung erlebt, so hat uns z.B. ein Angler durch einen Ausruf vor einem heranbrausenden LKW gewarnt, dessen Fahrer uns offensichtlich nicht gesehen hat, sodass wir durch kurzes Vollgas geben gerade noch einen schweren Aufprall vermeiden konnten, und Petra musste wegen einer langwierigen Zecken- bzw. Insektenstichinfektion dreimal im Norden Norwegens bzw. Schwedens ein Krankenhaus aufsuchen, wo ihr mit Penicillin dann geholfen werden konnte. Während dieser Monate konnten wir bei zahllosen Gelegenheiten, Gesprächen und vielen wunderbaren Begegnungen viele Menschen erreichen, und mit manchen Menschen konnten wir sogar beten. Viele Menschen wurden berührt und sagten dies auch.Hier ein kleiner Auszug davon:
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